GrünStadtKlima (Pressefoto geringe Auflösung)

Grüne Bauweisen machen glücklicher

- Presse

Der Wasser- und Lufthaushalt von Städten kann mittels grüner Bauweisen positiv beeinflusst werden. Auch das subjektive Wohlbefinden steigt dadurch. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts GrünStadtKlima liefern den Beweis.

Eine Grünfassade mit rund 850 m² Fläche erbringt an einem heißen Sommertag die Kühlleistung von rund 75 Klimageräten. Und nahe begrünter Fassaden konnte eine Abkühlung der mittleren Strahlungstemperatur (Faktor für das subjektiven Empfinden von Oberflächentemperaturen durch den Menschen) von 15 bis 30° Celsius nachgewiesen werden. Diese und andere beeindruckende Erkenntnisse lieferte ein Team der Universität für Bodenkultur mit dem Forschungsprojekt „GrünStadtKlima“. Unter der Federführung des Verbandes für Bauwerksbegrünung (VfB) wurden in 3-jähriger Forschungsarbeit der Einfluss von Gründächern, Fassadenbegrünungen und versickerungsfähigen Bodenbeläge (VfB) auf das Klima, den Wasserhaushalt und das Wohlbefinden der Bewohner in Städten untersucht.

Die Ergebnisse beweisen, dass grüne Bauweisen erheblich zur Verbesserung des städtischen Luft- und Wasserhaushalts beitragen und die Wärmebelastung deutlich reduzieren. Simulationen haben gezeigt, dass eine Kompensation des Klimawandels bei intensiver Begrünung möglich ist und die Aufnahme von Starkregen-Ereignissen intelligentes Regenwassermanagement erlaubt. Weiters wird ein grüner Lebensraum als lebenswerter empfunden und die kühlende Wirkung als angenehmer. Grüne Bauweisen machen demnach auch glücklicher. „Es wird Zeit, dass die Bauvorschriften entsprechend ausgerichtet, Begrünungsprojekte stärker als bisher gefördert und das Bewusstsein für grüne Bauweisen in der Öffentlichkeit geschärft werden. Für Auftraggeber und Planende sollte die Einbeziehung von Bauwerksbegrünungen und versickerungsfähigen Oberflächengestaltungen in ihre Projekte künftig eine Selbstverständlichkeit sein.“, erklärt Gerold Steinbauer, Vorstandsvorsitzender des VfB, seine Vision einer raumplanerisch begrünten Bauwerkszukunft. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt GrünStadtKima sowie zu Bauwerksbegrünungen unter www.gruenstattgrau.at.

Fact-Box
Einfluss von Bauwerksbegrünungen auf Klima und Wasserhaushalt

- Das Wasserspeichervermögen von Dachbegrünungen beträgt bis zu 137 Liter/m²
- Versickerungsfähige Oberflächenbefestigungen können über 95% der meisten Schadstoffe eliminieren.
- Der Oberflächenabfluss einer versiegelten Fläche beträgt bei einer Regenmenge von insgesamt 200 Litern in 30 Minuten schon nach 10 Minuten über 40 Liter.
- Fassadenbegrünungen sorgen für eine Abkühlung der mittleren Strahlungstemperatur im Ausmaß von 15 bis 30 Grad Celsius.
- Gebäudebegrünungen und versickerungsfähige Oberflächen senken das subjektive Wärmeempfinden deutlich
- Gebäudebegrünungen tragen zur Erhöhung der Luftfeuchte bei
- Dachbegrünungen mindern den Wärmedurchfluss in Gebäude

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Download Bild 1: Versuchsanlage Dachbegrünung mit 72 Versuchsparzellen
Download Bild 2 (Grafik "Abflussverhalten auf begrünter Fläche) und Download Bild 3 (Grafik "Abflussverhalten auf versiegelter Fläche"): Gegenüberstellung Oberflächen- und Sickerwasserabfluss einer versickerungsfähigen und begrünten Fläche (15 m²) und einer versiegelten Fläche (15 m²) bei einer Messberegnung von 200 Liter in 30 Minuten
Download Bild 4 (Teambild): Vertreter des Verbandes für Bauwerksbegrünung und das Forscherteam der BOKU Wien freuen sich über die zukunftsweisenden Ergebnisse des Forschungsprojekts GrünStadtKlima.
Download Bild 5 (blaue Fassadenblume): Fassadenbegrünungen können ästhetisch ebenso wertvoll sein wie klimatisch und volkswirtschaftlich.
Download Bild 6 (Ing. Gerold Steinbauer): „Grüne Bauweisen sollten für Auftraggeber und Planende künftig eine Selbstverständlichkeit sein.“
Ing. Gerold Steinbauer, Vorstandsvorsitzender der Verbands für Bauwerksbegrünung (VfB)
Download Bild 7 (VfB-Logo): Das Projekt GrünStadtKlima wurde unter der Federführung des Verbandes für Bauwerksbegrünung (VfB) durchgeführt und durch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert

Weitere Informationen erhalten Sie beim Verband für Bauwerksbegrünung (Vera Enzi, Gerold Steinbauer) unter office@gruenstattgrau.at oder bei der Kommunikations-Agentur Bottesch KG (Mag. Günter Bottesch), T: 0676/3628840, office@bottesch.com